Sicherheitstraining I – Kenterübungen + Wiedereinstieg
- Spritzdeckenanbringung + Spritzdeckenlösung
- Kentern und sich befreien – ohne Paddelverlust
- Kanuausleerung am Ufer
- Kanuausleerung im See mithilfe eines zweiten Kanus
- Abschleppen eines gekenterten Kanus
- Einstieg am Ufer
- Cowboy-Einstieg + Alternativeinstieg im Wasser
In der ersten Einheit des Sicherheitstrainings leitete unser Wanderwart Andreas Marz Kenterübungen und Einstieg an. Diese Einheit war sehr breitgefächert und körperlich anspruchsvoll.
Die gesamte Gruppe brachte gute Wanderpaddelerfahrung mit und somit konnte Andreas wirklich viel durchnehmen. Für alle neu waren die Übungen zum Ausleeren des Kanus auf dem See. Ein Kraftakt, den wir tatsächlich alle schafften. Als ebenso anspruchsvoll erwies sich der Cowboy-Einstieg, wobei einige der Männer lieber zum Alternativ-Einstieg (Bein zuerst) übergingen. Doch alles zusammen war der Nachmittag anspruchsvoll und durch und durch lehrreich.
Sicherheitstraining II – Verschiedene Paddelschläge
- Zieh- und Druckschläge
- Vorwärts- und Rückwärtsschläge
- Ausfahrschläge zum Wenden
- Abschleppen eines müden Kanuten
Was für ein Spaß! Bei brötzelnden Temperaturen war das leichte Training auf dem Wasser in Auenheim genau das richtige. Für unser Neumitglied Corinna war es perfekt, um das sichere Ein- und Aussteigen und Basic Schläge zu üben. Ihr wurde klar, dass so einiges beachtet werden sollte, unter anderem die Paddelhaltung und die mitgebrachten Ersatzkleidung. So mag man meinen, dass außer bei Anfängern das Üben von Paddelschlägen nicht mehr so interessant ist. Dennoch ist dies ein wesentlicher und oft unterschätzter Aspekt der Sicherheit. Andreas hat sich problemlos auf die gemischte Gruppe eingelassen und alle hatten am Schluß das Gefühl einen nützlichen und entspannten Nachmittag verbracht zu haben.
Sicherheitstraining III – Kehrwasserfahren
- Equipmentcheck und Ladesicherheit
- Einfaches Übersetzen der Strömung in S-Form
- S-förmiges Übersetzen der Strömung mit Kehrtwende am Schluß
- Kanuentleerung – eigenständig am Flußufer bei leichter Strömung
- Sicheres Kentern mit Paddelsicherung
- Sichere Spritzdeckenaufbringung
In der letzten Trainingseinheit unseren diesjährigen Sicherheitsreihe leitete unser Wanderwart Andreas Marz ein umfangreiches Programm in Sachen Kehrwasserfahren an der Honauer Sandsteinbrücke an. Unterstützt wurde er durch den weiteren Wanderwart Peter Straßburg – bei angenehmen sommerlichen Temperaturen von 23°C.
Vorbereitung:
Schon beim Beladen der Kurzboote wurde genügend Zeit in die richtige Einstellung der Fußstützen investiert und die Wichtigkeit der effektiven Bootskontrolle betont.
Paddel und Spritzdecken wurden auf Paßgröße bzw. Rechts-/Linkshändigkeit und Länge gecheckt sowie Rettungswesten verstaut. Ein letzter Sicherheitscheck der fixierten Kanus und ab zur Einstiegsstelle an der Brücke wo zwei begeisterte Mitpaddler schon fleißig übten.
Übungen:
Nach einer kurzen Einführung durch Andreas übten wir die Reihe nach das Einfahren und Ausfahren in die Strömung. Durchgehend wichtig hier war natürlich die Kipprichtung des Kanus zur Strömung. Am heikelsten war das drohende Kentern stromabwärts durch Stützschläge mit genügend Kraft und Tempo zu verhindern; aber nicht zu hektisch, um sich der Stromgeschwindigkeit möglichst anzupassen.
Im laufe des Nachmittags steigerten wir uns zum Versuch einer S-Form sowie S-Form mit Kehrtwende. Jedoch wurde bald deutlich, dass bei der Kehrtwende Zeitpunkt und Geschwindigkeit kritisch sind. Hier ist das Wasserlesen ein Muss. Ist die Strömung noch zu stark wenn man den Bogen schlägt – Kentern angesagt! Durch den Sog der Strömung wird das Kanu gleich erfasst und gekippt.
Keine Frage, dass wir reichlich Gelegenheit bekamen, die autonomen Ausleer- und Einstiegs-Übungen der Vorwochen in die Praxis umzusetzen. Selbstverständlich waren sowohl Andreas wie auch Peter gleich zur Stelle, um eine helfende Hand anzubieten sowie Tipps für weitere Übungsrunden zu geben. Hierbei haben einige sogar den Cowboy-Einstieg wieder geübt! Hut ab dazu! Im Anschluss durften zwei von uns den Wurf des Wurfsacks üben, um einen Ertrinkenden das rettende Seil zuzuwerfen, ohne dabei selbst in die tosende Strömung gezogen zu werden.
Schlusswort:
Ein großer Applaus für Andreas der mit Durchdachtheit und Geduld alle Trainingseinheiten fürsorglich durchgeführt hat. Auch an Peter ein Dankeschön für seine tatkräftige Mithilfe. Wir waren uns alle einig, dass solche Übungsnachmittage gut und gerne angenommen werden und würden uns über mehr solche Kleingruppen Übungsnachmittage in Zukunft freuen.


